Ende der kommunalen Gewerbesteuer in Genf


Der Große Rat von Genf hat es einstimmig beschlossen: Die Abschaffung der kommunalen Gewerbesteuer wird bestätigt. Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer von jungen Mitgliedern der rechten Parteien lancierten Initiative, die auf die Abschaffung dieser in der Schweiz einzigartigen Steuer abzielt, die 1798 von Napoleon eingeführt wurde und früher den Titel «contribution des patentes» trug. Um den durch diese Entscheidung verursachten Steuerausfall zu kompensieren, soll die Steuer auf Unternehmensgewinne erhöht werden.
Welche Auswirkungen hat diese neue Maßnahme?
Eine veraltete Steuer :
Die kommunale Gewerbesteuer wurde anhand der Anzahl der Mitarbeiter/innen, des Umsatzes und der Höhe der Miete eines Unternehmens berechnet. Der Große Rat erkannte die Notwendigkeit, das Steuersystem zu vereinfachen.
Ausgleich durch die Körperschaftsteuer :
Die finanziellen Verluste für die Gemeinden werden auf etwa 200 Millionen Franken geschätzt. Dies ist der Zweck des vorgeschlagenen Gegenentwurfs: Erhöhung der Gewinnsteuer für Unternehmen von 14 % auf 14,7 %, um die erwarteten Steuerausfälle auszugleichen, oder sogar noch mehr.
Eine ausgewogene Lösung :
Die Erhöhung der Gewinnsteuer wurde von vielen Abgeordneten als logischere Alternative angesehen. Der Sozialdemokrat Thomas Wenger wies darauf hin, dass 60 % der KMU derzeit keine Gewinnsteuer zahlen, und rechtfertigte damit diese Wahl.
Die für Finanzen zuständige Staatsrätin Nathalie Fontanet räumte ein, dass die Initiative für die Gemeinden eine Katastrophe hätte sein können, und begrüßte den Gegenentwurf als eine Maßnahme, die die Steuereinnahmen schont und alle Beteiligten zufrieden stellt.
Verwaltungsvereinfachung :
Neben der Sicherung der Einnahmen bringt der Gegenentwurf auch Vorteile in Form von Verwaltungsvereinfachung. Stefan Balaban von der Fraktion für Freiheit und soziale Gerechtigkeit betonte, dass dies insbesondere den 25 000 Selbstständigen im Kanton zugute kommen würde. François Baertschi von der MCG merkte ebenfalls an, dass die Gemeinden durch diese Entscheidung von einer vereinfachten Verwaltungssituation profitieren würden.
Die Abschaffung der kommunalen Gewerbesteuer in Genf ist ein wichtiger Schritt zur Steuervereinfachung und zur Sicherung der Einnahmen für die Gemeinden. Indem er diese veraltete Steuer durch eine Erhöhung der Gewinnsteuer ersetzte, hat der Große Rat eine ausgewogene Lösung gefunden, die den Bedürfnissen der Unternehmen und der Gemeinden gerecht wird. Die Entscheidung wird auch für ihren Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung und zur Unterstützung von Selbstständigen gelobt.
Neueste Aktualitäten
TVA Suisse : échéance du 28 février 2026 à ne pas manquer
Plusieurs changements TVA doivent être annoncés à l’AFC dans un délai de 60 jours après le début de l’année fiscale. Passé ce délai, leurs effets sont reportés à l’année suivante.
Véronique Pipoz devient COO du Groupe
La nomination de Véronique Pipoz au poste de Chief Operating Officer (COO) marque une nouvelle étape dans le développement du Groupe.
Nouveautés RH pour 2026
L’année 2026 marque plusieurs évolutions majeures en droit du travail, assurances sociales et fiscalité, avec des impacts concrets pour les employeurs et les salariés. Nous faisons le point sur les changements au niveau national ainsi que sur les mesures spécifiques au canton de Genève.
Bei Fragen zu diesem Thema steht Ihnen unsere Steuerabteilung gerne zur Verfügung. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!